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WM-Qualifikation: Stammplätze abgeschafft
WM-Qualifitkation Liechtenstein - Deutschland
dpa Bild 2/32 - Gemeinsam zum Ziel nach Südafrika: Bundestrainer Joachim Löw und Co-Trainer Hans-Dieter Flick bereiten die deutsche Nationalmannschaft auf die Gegner aus Liechtenstein, Finnland, Russland, Wales und Aserbaidschan vor
WM-Qualifikation Gruppe 4 - Liechtenstein - Deutschland
dpa Bild 3/32 - 6. September 2008: Ein Auftakt nach Maß. Mit einem 6:0-Erfolg startet die deutsche Nationalmannschaft gegen Liechtenstein in die WM-Qualifikation.
WM-Qualifikation Finnland - Deutschland
dpa Bild 4/32 - 10. September 2008: Miroslav Klose rettete der deutschen Elf gegen Finnland einen Punkt. Der Münchner traf in Helsinki in der 38., 45. und 83. Minute.
WM-Qualifikation - Deutschland - Russland
dpa Bild 5/32 - 11. Oktober 2008: Gegen den härtesten Konkurrenten aus Russland konnte die DFB-Elf jubeln. Mit 2:1 gewannen Ballack und Co. ihr drittes WM-Qualifikationsspiel.
WM-Qualifikation Deutschland - Russland
dpa Bild 6/32 - In der 29. Minute war es Kapitän Michael Ballack, der das 2:0 schoss. Der russische Superstar Andrej Arschawin markierte in der 51. Minute den Anschlusstreffer.
WM-Qualifikation - Deutschland - Wales 1:0
dpa Bild 8/32 - Der Hamburger Piotr Trochowski sorgte in der 72. Minute mit seinem ersten Tor in der Nationalmannschaft für den insgesamt 50. Sieg des deutschen Teams in einer WM-Qualifikation
Deutschland - Wales
dpa Bild 9/32 - 17. Oktober 2008: Torsten Frings denkt an einen Rücktritt. „Derzeit bin ich echt nachdenklich, der Rücktritt schießt mir immer wieder durch den Kopf“, sagte der Mittelfeldspieler. Bei Bundestrainer Löw vermisse er „Rückendeckung, Vertrauen und Respekt“. Frings saß gegen Russland und Wales nur auf der Bank. Gegen Wales war der 78-malige Nationalspieler nicht eingewechselt worden, gegen Russland spielte er sieben Minuten.
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AFP Bild 11/32 - 31. Oktober 2008: Bundestrainer Joachim Löw hat trotz der Kritik von Michael Ballack auf Sanktionen für den Kapitän verzichtet. Der Chelsea-Star hat sich in der Verbandszentrale in Frankfurt bei Löw für seine Aussagen entschuldigt. Ballack bleibt Spielführer der Nationalelf. Er hatte dem Bundestrainer in einem Interview unter anderem mangelnden Respekt vorgeworfen.
Drei Debütanten
dpa Bild 12/32 - Drei Debütanten zum Jahresabschluss gegen England in Berlin: Für das letzte Spiel 2008 nominierte Bundestrainer Löw überraschend Marcel Schäfer (VfL Wolfsburg), Marvin Compper und Tobias Weis (beide TSG Hoffenheim)
Friedrich, Westermann, Boll
dpa Bild 13/32 - Besuch vom Ping-Pong-Profi: Vor dem Testspiel gegen England zeigte Deutschlands Tischtennis-Europameister Timo Boll den Verteidigern Arne Friedrich (l.) und Heiko Westermann (m.) ein paar Tricks an der Platte
dpa Bild 15/32 - 11. Februar 2009: Die Elf von Joachim Löw verliert 0:1 in einem Testpiel gegen Norwegen. Deutschland enttäuschte in Düsseldorf dabei auf ganzer Linie.
WM-Qualifikation - Deutschland - Liechtenstein
dpa Bild 16/32 - 28. März 2009: Im Schongang hat die deutsche Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation den Fußball-„Zwerg“ Liechtenstein mit 4:0 abgefertigt. Gut für die Statistik, aber ansonsten hat der Erfolg gegen den Weltranglisten-151. keine große Bedeutung.
L�nderspiel - China - Deutschland 1:1
dpa Bild 19/32 - 29. Mai 2009: Im Länderspiel gegen China kam die deutsche Nationalmannschaft nicht über ein 1:1 hinaus. Die Gastgeber gingen im Shanghai Stadium in der fünften Minuten in Führung. Lukas Podolski (l.) stellte in der achten Minute den Endstand her.
Laenderspiel - Vereinigte Arabische Emirate - Deutschland 2:7
dpa Bild 20/32 - 2. Juni 2009: Mario Gomez beendete in Dubai seine Torflaute in der Nationalmannschaft. Im Freundschaftsspiel gegen die Vereinigten Arabischen Emiraten erzielte er vier Treffer. Die Deutschen gewann 7:2.
DFB best�tigt: Jermaine Jones k�nftig f�r die USA
dpa Bild 21/32 - Mitte Juni 2009: Der Schalker Jermaine Jones wurde von Joachim Löw seiner Ansicht nach ungerechtfertigter Weise nicht genügend berücksichtigt und wechselte daraufhin ins US-Fußball-Nationalteam – nicht ohne gehörig gegen Bundestrainer nachzutreten.
Fußball - DFB-Elf gewinnt 4:0 gegen Aserbaidschan
dpa Bild 22/32 - 9. September 2009: Deutschland gewinnt in der WM-Qualifikation 4:0 gegen Aserbaidschan. Miroslav Klose erzielt die Treffer 46 und 47 im Nationaltrikot. Damit überholte er Jürgen Klinsmann und Rudi Völler in der Nationalmannschafts-Statistik.
WM-Qualifikation - Deutschland - Finnland 1:1
dpa Bild 24/32 - 14. Oktober 2009: Nach einem schmeichelhaften 1:1 im letzten Gruppenspiel gegen Finnland verlassen Bundestrainer Joachim Löw und Torwart-Coach Andreas Köppke die Hamburger HSH Nordbank Arena. Lukas Podolski stolperte den Ausgleich kurz vor Ende der schwachen Partie über die Linie.
Theo Zwanziger, Joachim Loew
APN Bild 25/32 - 10. Oktober 2009: Unmittelbar nach der geschafften Qualifikation für die Fußball-WM 2010 spricht sich DFB-Präsident Theo Zwanziger für eine Vertragsverlängerung mit Bundestrainer Löw aus. „Von meiner Seite steht einer Vertragsverlängerung nichts im Wege“, so Zwanziger.
Pressekonferenz des DFB
dpa Bild 26/32 - 4. Februar 2010: Die Vertragsverlängerung ist überraschend auf die Zeit nach der Weltmeisterschaft in Südafrika vertagt worden. „Grundsätzlich sind weiterhin beide Seiten an einer Fortsetzung der guten Zusammenarbeit interessiert, aber bei wichtigen inhaltlichen Aspekten konnten wir uns nicht einigen“, erklärt Zwanziger nach einer Präsidiumssitzung.
Pressekonferenz des DFB
dpa Bild 27/32 - 9. Februar 2010: Nach tagelangem Hickhack verkündet die Verbands-Spitze und die sportliche Leitung der Nationalmannschaft das Ende ihres Streites
L'w holt Kroos und M'ller
dpa Bild 28/32 - 26. Februar 2010: Im Spiel gegen den zweimaligen Weltmeister Argentinien will Löw die ehemaligen U21-Spieler Thomas Müller (rechts) und Toni Kroos (links) auf WM-Tauglichkeit prüfen
L'w plant mit Adler als Nummer 1 bei Fu'ball-WM
dpa Bild 29/32 - 1. März 2010: Die Entscheidung ist gefallen. René Adler wird bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika im Tor der Nationalmannschaft stehen. „René hat es in der Hand, ob er bei der WM spielt“, sagte Bundestorwarttrainer Andreas Köpke.
Deutschland - Argentinien
dpa Bild 30/32 - 3. März 2010: 99 Tage vor dem Start der Fußball-WM in Südafrika trat die deutsche Elf im Testspiel gegen Diego Maradonas Argentinier in München an. Ausgerechnet die von Bundestrainer Joachim Löw auserwählte Nummer eins im Tor, Rene Adler, patzte.
FC Schalke 04 - Kevin Kuranyi
dpa Bild 31/32 - 3. Mai 2010: Bundestrainer Joachim Löw verzichtet bei der WM auf Kevin Kuranyi. Der Angreifer von Schalke 04 wirde nicht in den erweiterten WM-Kader berufen. Das teilte Löw dem 28 Jahre alten Stürmer am Telefon mit. Offizieller Grund: Kuranyi passt taktisch und personell nicht ins Team.
AFP Bild 32/32 - 15. Mai 2010: Kevin-Prince Boateng spielt urplötzlich doch noch eine Rolle für die deutsche Nationalmannschaft – eine sehr negative. Sein Foul im englischen Pokalfinale gegen Chelsea-Star Michael Ballack bedeutet das WM-Aus für Deutschlands Kapitän – ein Schock für Joachim Löw.
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  • FOCUS-Online-Autor

Bundestrainer Joachim Löw nutzt ausgerechnet das Topspiel gegen Russland für einen kleinen Neustart der deutschen Nationalmannschaft.

Einen Neuanfang „light“ hat Bundestrainer Joachim Löw der deutschen Fußball-Nationalmannschaft verschrieben. An die Klinsmannschen Brachial-Rochaden reichen seine Maßnahmen vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Russland zwar nicht heran. Immerhin aber hat Löw vor der richtungsweisenden Partie am Samstag in Dortmund (20:45 Uhr) jegliche bisher geltende Stammplatz-Vorrechte für nichtig erklärt.

„Die Spieler müssen körperlich und mental für Russland 100 Prozent bereit sein. Wer das nicht bringt, wird nicht von Anfang an auflaufen“, kündigte Löw an. Zwischen etablierten Profis wie Michael Ballack (FC Chelsea) und international weniger erfahrenen Spielern wie Piotr Trochowski (Hamburger SV), will er dabei keinen Unterschied machen. Auslösende Diagnose für diesen Schritt ist eine taktische wie spielerische Stagnation seines Kaders, die nun schon seit etwa einem Jahr anhält.

Eisernes Schweigen



Wie radikal der neue Löwsche Kurs tatsächlich aussieht, wird sich erst am Samstagnachmittag zeigen. Bis dahin übt sich Deutschlands Chef-Übungsleiter, was seine Aufstellung angeht, in eisernem Schweigen. Entsprechend verbissen dürfte es in den geheimen Trainings-Einheiten zugehen.

Dort bewerben sich – angestachelt von Löws Worten – frische Kräfte wie Trochowski, Jermaine Jones (Schalke 04), Patrick Helmes oder Simon Rolfes (beide Bayer Leverkusen) um Aufnahme in die erste Elf. „Ich werde jeden einzelnen Spieler im Training genau beobachten“, versicherte der Bundestrainer.

Führungsspieler sind zurück

Bisherige Inhaber eines Auflauf-Freischeins dürften – alarmiert von Löws Worten – bemüht sein, die jungen Wilden in die Schranken zu weisen. Pünktlich zum Gipfeltreffen der Gruppe 4 sind arrivierte Stützen des Teams wie Kapitän Ballack, Torsten Frings, Per Mertesacker (beide Werder Bremen) und Arne Friedrich (Hertha BSC) in die DFB-Elf zurückgekehrt. Nach ihrer verletzungsbedingten Abstinenz wollen sie die alte Hackordnung wiederherstellen. „Jeder, der bei uns Verantwortung übernehmen will, ist herzlich willkommen. Aber da muss auch mal was kommen, nicht nur reden“, teilte Frings gewohnt angriffslustig mit.

Adler wohl im Tor

Auf einer Position wird sich die Zukunft der Mannschaft auf jeden Fall präsentieren. Nach dem Handbruch von Lehmann-Nachfolger Robert Enke (Hannover 96) steht gegen die Russen wohl Rene Adler (Bayer Leverkusen) zwischen den Pfosten. „Wenn ich es wäre, würde ich mich riesig darüber freuen – ein Traum würde in Erfüllung gehen“, sagte der 23-Jährige. Langfristig galt er ohnehin als der neue große Name im deutschen Tor.

Sollte er seine Aufgabe überzeugend meistern, könnte sich Enke beim nächsten Treffen der Nationalmannschaft auf der Bank wiederfinden. Unwahrscheinlich – jedoch nicht ausgeschlossen – ist das Szenario, dass Löw Tim Wiese (Werder Bremen) den Vorzug gibt. Schon heute Mittag will der Bundestrainer seine Entscheidung in der Torwartfrage bekannt geben.

Abwehr im Blickpunkt

Ein Dasein unter verschärfter Beobachtung wird sich der Schlussmann mit seinen unmittelbaren Vorderleuten teilen. Vor allem der indisponierten Abwehrreihe war das irritierende 3:3-Unentschieden gegen Außenseiter Finnland in der vorangegangen Partie der WM-Quali angelastet worden.

Wer sich nach Serdar Tasci (VfB Stuttgart) und Heiko Westermann (Schalke 04) nun gegen den ungleich stärkeren Gegner versuchen darf, bleibt eine spannende Frage. Per Mertesacker jedenfalls, ließ Löw verlauten, fehlten nach längerer Verletzungspause „noch ein paar Prozent“. Gesetzt scheint allenfalls Philipp Lahm.

Überfallartige Angriffe

Eine deutliche Steigerung gegenüber des Finnland-Spektakels werden alle Mannschaftsteile aufbieten müssen, um gegen Russland kein Waterloo zu erleben. „Schnell, dynamisch, technisch stark“, benennt Löw die Stärken des Gegners und sieht ihn längst auf einer Stufe mit Weltklasse-Teams wie Spanien oder Argentinien. Mit überfallartigen Angriffen, wie sie die Elf von Guus Hiddink praktiziert, haben die Deutschen nicht die allerbesten Erfahrungen gesammelt.

Mit ihren blitzschnellen Kontern führten die Kroaten die DFB-Elf in der EM-Vorrunde phasenweise vor. Dass die Russen ihre Attacken aus einer stabil organisierten Abwehr vortragen, trägt nicht zur Beruhigung der Gastgeber bei.

Russisches Verletzungspech

Andere Sorgen plagen Löws Gegenüber Guus Hiddink. Dem holländischen Trainer der erstarkten Russen rafft es einen Spieler nach dem anderen verletzt dahin. Neben Innenverteidiger Dennis Kolodin (Dynamo Moskau) und Mittelfeldmann Dmitrij Torbinskij (Lokomotive Moskau) verabschiedete sich nun Stürmer Roman Pawljutschenko (Tottenham) lädiert aus dem Kader. Infrage steht auch der Einsatz des brandgefährlichen Angreifers Roman Pogrebnjak (Zenit St. Petersburg).

Bei allem gebührenden Respekt hat die DFB-Elf keinen Grund, mit schlotternden Knien ins Dortmunder Stadion einzuziehen. Dass sie gegen Top-Teams bestehen kann, hat sie zuletzt bei der Europameisterschaft gezeigt – etwa beim Viertelfinalsieg gegen Portugal.

Richtungsweisend

Sehr an einem Sieg interessiert dürften alle Beteiligten sein, allein schon, weil das Ergebnis die Stimmungslage der Fußball-Nation für die kommenden Wochen und Monate bestimmen wird. Drei Punkte wären ein wertvoller Schritt in Richtung Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika.

Eine Niederlage brächte das Ziel ernsthaft in Gefahr. Im besten Fall schenkt Löw seiner Mannschaft mit dem Mini-Neuanfang neuen Schwung. Im schlechtesten steht er nach der verkündeten Stunde null vor dem Nullpunkt.

 
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Leser-Kommentare (3)
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10.10.08, 11:33 | Terraner

Negativkommentare

Lasst uns doch - in gewohnter deutscher Manier - mal wieder im Vorfeld Pech und Asche über unsere Elf gießen: Der Begriff "Rumpelfussball" - braav.. ist schon gefallen, wie wärs damit, über Adler herzuziehen oder über Ballack? Wir, die Fans wissen doch schließlich alles immer besser.

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10.10.08, 11:20 | Anonym

Hoffen auf mehr Siege

Hoffen wir mal, dass es jetzt wieder steil Bergauf geht mit der deutschen Nationalmannschaft. Finde das der Löw eine gute Arbeit macht.

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10.10.08, 11:15 | FusballFan

...vor lauter Dozierung

kommt der Herr Löw gar nicht mehr dazu guten Fussball spielen zu lassen. Sein zur Schau getragener Aktionismus produziert bislang ledigleich reinen Rumpelfussball - ohne Aussicht auf Besserung. Aber DSF Eurosport zeigen ja Snooker, Curling, .....

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