Werder Bremens Nationalspieler Torsten Frings steht offenbar kurz vor dem Wechsel zum italienischen Traditionsklub Juventus Turin. Frings’ Berater Norbert Pflippen sagte WELT ONLINE: „Torsten hat sich Montag mit seiner Frau in Turin Häuser angesehen und wo seine beiden Kinder in den Kindergarten gehen können. Ich erwarte seine Entscheidung bis spätestens kommenden Montag, dann werde ich die Verhandlungen mit Werder aufnehmen.“
Verhandlungen wird es, so Pflippen, auf jeden Fall geben. Sollte Frings sich nämlich entschließen, in Bremen zu bleiben, bietet ihm Werder eine zweijährige Verlängerung seines noch bis 2009 datierten Vertrages zu verbesserten Konditionen an. Das Gehalt des 30-Jährigen würde auf dann 3,6 Millionen Euro jährlich angehoben – in Turin kann Frings bei einem Dreijahresvertrag aber bis zu 6,5 Millionen Euro pro Jahr einstreichen.
"Torsten ist ja kein Hartz-IV-Empfänger"
Allerdings ist Geld für Frings nicht der ausschlaggebende Punkt, sagt Pflippen. „Torsten ist ja kein Hartz-IV-Empfänger. Es entscheidet nicht sein Leben, ob er eine Million mehr oder weniger verdient.“ Als Ablöse soll Turin bislang eine Ablöse von rund sechs Millionen Euro für den Nationalspieler bieten; Werder verlangt eine Summe von etwa zehn Millionen Euro.
Nach Angaben italienischer Zeitungen will Juves Sportdirektor Alessio Secco in der kommenden Wochen nach Bremen zu Verhandlungen über die Ablösesumme kommen. Sein Bremer Kollege Klaus Allofs hatte zuletzt mehrfach gesagt, dass Frings genauso wenig wie Torjäger Miroslav Klose zu halten sei, wenn er mit aller Macht Werder verlassen wolle: „Wenn der Spieler bei einem andern Klub seine Zukunft sieht und die anderen Dinge stimmen, dann kann es dazu kommen.“