Nationalelf

Spezialschuh für Ballack

DFB-Kapitän gibt weiter Rätsel auf

Spezialschuh für Ballack

Michael Ballack

Weiter nur in ziviler Kleidung zu sehen: DFB-Kapitän Michael Ballack. imago

Auch nach der Ausbootung für die Champions League durch seinen Verein FC Chelsea sorgt Michael Ballack bei der Nationalmannschaft weiter für Aufregung. Wegen des ungeklärten Gesundheitszustands des DFB-Kapitäns traf sich der 30-Jährige am Sonntag mit Nationalcoach Joachim Löw zu einem Gespräch. Dies teilte der DFB mit.

Um seinen lädierten Knöchel zu schonen, soll der Mittelfeldspieler eine Maßanfertigung erhalten. Zu Anpassungszwecken weilte er deshalb am Samstag im fränkischen Herzogenaurach.

Löw wollte aus erster Hand Kenntnis über den Gesundheitszustand und die Situation Ballacks bei dessen Arbeitgeber in London bekommen. Löw selbst rechnet bei den nächsten Qualifikationsspielen für die EURO 2008 in der Schweiz und Österreich am 13. Oktober in Dublin gegen Irland und vier Tage später in München gegen Tschechien nicht mehr mit einem Comeback Ballacks. Dies sei "für die nächsten zwei, drei Wochen eher kein Thema", hatte Löw bereits nach der Partie in Cardiff gesagt. Somit blieben Ballack und dem ebenfalls seit längerer Zeit verletzten Torsten Frings (Werder Bremen) nur noch das EM-Quali-Spiel am 21. November in Frankfurt gegen Wales für ein DFB-Comeback in diesem Jahr.

Ballack reiste nach der Unterredung noch zu DFB-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfart und Physiotherapeut Klaus Eder, wo weitere Untersuchungen auf dem Programm standen.

Ballack bekommt Spezialschuh

Bereits am Samstag weilte Ballack in Anwesenheit eines Chelsea-Arztes bei seinem Ausrüster im fränkischen Herzogenaurach. Dort soll für ihn ein Spezialschuh für den verletzten Fuß angefertigt werden.

Michael Ballack zog sich die Knöchel-Verletzung am 22. April im Ligaspiel gegen Newcastle United (0:0) zu. Fünf Tage später wurde er in München wegen einer Knochenabsplitterung am Sprunggelenk operiert, doch die Beschwerden wurden dadurch nicht besser. Am 3. Juli erfolgte ein weiterer Eingriff, der aber ebenfalls keine entscheidende Verbesserung brachte. Noch immer kann der Mittelfeldspieler derzeit nur ein individuelles Rehaprogramm bestreiten, an eine reguläre Teilnahme am Training der Londoner ist nicht zu denken.

Wegen seines unklaren Gesundheitszustands wurde Ballack vom FC Chelsea nicht für den Kader für die Gruppenphase der Champions League nominiert. Britische Medien deuten die Maßnahme der Londoner als Anzeichen für einen Abschied Ballacks von der Stamford Bridge.