Berlin - Knut, der Eisbär, der vor einigen Jahren einen riesigen Medienrummel auslöste, ist tot. Nach Angaben von Bären-Kurator Heiner Klös brach das Tier am Samstag zusammen und trieb tot im Wasser des Eisbärgeheges. Die Todesursache ist bisher unbekannt.
Laut Klös befand sich der Eisbär allein im Gehege. Seine drei Mitbewohnerinnen, seine Mutter Tosca sowie die Eisbärinnen Nancy und Katjuscha, waren bereits eingesperrt. Das Ereignis sei "urplötzlich" eingetreten, sagte Klös. "Tagsüber haben wir keinerlei Anzeichen eines Unwohlseins beobachten können." Etwa 600 bis 700 Zoo-Besucher hätten den Tod des Bären beobachtet.
Augenzeugen sagten, Knut habe "eine Art epileptischer Anfall" geschüttelt, er sei untergegangen und mit den Pfoten zuerst wieder aufgetaucht. Um die Todesursache zu klären, soll das Tier jetzt obduziert werden.
Vor gut vier Jahren wurde Knut sogar über die Grenzen von Deutschland hinaus bekannt - und zwar im allerjüngsten Alter: Weil ihn seine Mutter verstoßen hatte, wurde das Bärenjunge im Zoo Berlin vom Pfleger Thomas Dörflein von Hand aufgepäppelt. Dörflein starb überraschend im September 2008 im Alter von 44 Jahren. Der Knut-Kult brachte dem Zoo Millioneneinnahmen.
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Eisbär Knut (Archivbild): Am Samstag ist der vierjährige Bär überraschend gestorben.
Tod vor Publikum: Wie üblich besuchten vor allem Familien das Gehege und erlebten mit, wie der berühmte Eisbär starb.
Gesellschaft: Seit Herbst lebte Knut zusammen mit seiner Mutter Tosca sowie die Eisbärinnen Nancy und Katjuscha. Die waren zu dem Zeitpunkt als er starb aber bereits eingesperrt. Hier ist Knut mit Eisbärin Gianna (vorne) zu sehen, die eine Zeitlang das Gehege mit ihm teilte.
Knut im Sepember 2009: Bisweilen war der Eisbär eher weiß als braun.
Abgetaucht: Knut kam im Dezember 2006 in Berlin zur Welt. Da ihn seine Mutter verstieß, wurde er von Hand aufgezogen. Die Bilder des Jungtiers gingen um die Welt
Knut im März 2007: Schon vor diesem ersten öffentlichen Auftritt in seinem Gehege war der Eisbär weltweit bekannt geworden.